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Herbst 1995 Dänu und Marc gingen zusammen in die WMB. Dänu und Chrigu kannten sich von der Sek. her und verbrachten die Mittagspause zusammen. So lernte Chrigu auch Marc kennen. Marc wollte mit einem Münsiger Kollege eine Band gründen doch ihnen fehlte ein Bassist und ein Drummer. Marc bearbeitete Dänu und Chrigu so lange bis sie klein bein gaben und ende Oktober 1995 die Band garlic gründeten. Der Münsiger-Kollege von Marc ist übrigens Ädu.

Wir trafen uns einmal in der Woche bei Kujawas in Münsingen zum üben. Dänu und Chrigu reisten jeweils mit dem Zug an und hatten meistens ihren Stammplatz im Zug…! Remember! Das Übungslokal bei Kujawas war erbärmlich. Wir übten in einem Einfamilienhauskeller inmitten von eingestellten Geranien und Bergen von Sperrmüll. Jedes mal musste uns der Hausdrache Frau Kujawa die Türe öffnen um in "unseren" Übungskeller zu gelangen. Auch unser Equipment lies zu wünschen übrig…! Das Drum glich einem Haufen Sperrmüll und krachte alle zehn Minuten zusammen. Deshalb kaufte sich Chris dann am 23. Januar 1996 ein eigenes, neues Drum. Auch die Gitarren und der Bass sowie die Verstärker waren alt und gebraucht. Mik's hatten wir dazumal noch keine. Wir trotzten den schlechten Umständen und waren alle motiviert unsere eigene Musik zu machen.

Da wir wussten, dass wir bei Kujawas keine Zukunft hatten, suchten wir mit Hochdruck einen neuen, eigenen Bandraum. Unzählige Telefonate und suchende Mittwoch-Nachmittage später passierte das Unmögliche…! Wir verabschiedeten uns mit "good saves misses kuyawa" von diesem Loch und zogen am 1. August 1996 in unseren Bandraum in der Schwand bei Münsingen ein.

Sommer 1996 Wir übernahmen den kahlen Kellerraum, gleich neben dem grosszügigen Schweinestall mit einer anderen Band. Environment. Die Jungs der anderen Band trugen viel an der Einrichtung bei (Eierkartons ankleben) und steuerten auch den grössten Teil der Anlage. (Endstufe, Boxen, Schlagzeug…) Der Bandraum ist recht abgelegen und mit den ÖV's schlecht erreichbar. Deshalb waren Dänu und Chrigu auf die Hilfe ihrer Eltern angewiesen. Zuerst als Chauffeurservice und später als Beifahrer mit L…!

Im Winter 1996/1997 gab es Differenzen zwischen Ädu-Gitarre und Marc Gitarre-Gesang. Die Lieder die Marc schrieb fand Ädu nicht cool und umgekehrt…! Deshalb meinte Ädu er könne nicht mehr in dieser Formation spielen und Dänu und Chrigu mussten sich entscheiden, ob sie mit Marc oder Ädu dem Gitarrengott weiterspielen wollten. Die Beiden entschlossen sich dann schweren Herzens Marc den Rücken zu kehren.

Jetzt war alles klarer geregelt. Ädu schrieb die Songs, spielte Gitarre und Sang, Dänu spielte Bass und Sang und Chrigu spielte weiterhin Schlagzeug. Wir waren wieder motiviert und hatten schon bald einige eigene Songs. Wir dachten es wäre Zeit für unser 1stes Konzert und wollten im kleinen Rahmen unsere Songs präsentieren. Da kam die Konfirmation von Pady K. (Kollege von Dänu) im Frühling 1997 gerade recht. Wir übten speziell für diesen Anlass noch ein Oldies-Potpuri ein und unsere Show war ein Erfolg.

Wir hatten dann noch ein Konzert im Restaurant Kreuz Jengestorf im Rahmen des Jugendmusikfestes. Wir spielten am Schluss nach etwa 5 Bands. Die Bühne war riesig und wir waren schlecht. Chris verlor während dem Spielen einen Stick und wir mussten den Song nochmals beginnen. Auch sonst machten wir viele Fehler und zu guter letzt wurde unser Konzert noch abgebrochen, weil paar Roudies das WC zerstörten…! Kurz es war schrecklich!

Im Sommer 1997 wollten wir es wissen und nahmen mit Hilfe eines 4-Spulen Aufnahmegerätes die CD CarpeDiem auf. Wir rechneten mit 1 Woche um unsere Songs aufzunehmen was sich schon bald als Irrtum herausstellte. Wir hatten viel länger und verloren uns immer wieder im Detail. Dank der Mithilfe von Remo Tschui (Kollege von Ädu) konnten wir dann unsere Songs vom 4-Spulen Aufnahmegerät über MiniDisc auf CD brennen. Das war 1997 noch eine Mission…! Wir produzierten so 50 CarpeDiem CD's und als wir die in paar Wochen verkauft hatten machten wir noch eine 50er Serie CarpeDiem SpezialEditon. Auch diese liessen sich in kürzester Zeit mehr oder weniger unter die Leute bringen. Wir brachten noch paar Stück in den CD-Laden Jecklin, die sind wahrscheinlich immer noch dort…!

5 September 1997 Da wir ja jetzt eine CD hatten mussten wir auch eine CD Taufe machen. So richtig mit Radio Interview bei Radio Förderband. Die CD Taufe war im Schwand in Münsingen in einem nicht wirklich würdigen Raum. Doch das Haus war recht voll und die Stimmung war gut. Obwohl Chris wieder mal mühe hatte und bei dem neuen Song (der nur auf der SpezialEditon war) doch tatsächlich ein blackout hatte…! Doch der Abend war gelungen und wir hatten ein gutes Fest.

Wir ruhten uns ein bisschen auf unseren Lorbeeren aus. Wir hatten in den letzten Monaten ja auch sehr viel Zeit in die Band investiert. Doch wir übten seriös einmal in der Woche.

Im Sommer 98 fragte uns ein Kollege von Chrigus Bruder an ob wir bei einem Konzert von ihnen als Vorband auftreten wollen. Wir waren sofort dabei und hatten so auch wieder eine Motivation zu üben und neue Songs zu schreiben. Dänu, Chrigu und Reto besuchten die Band (Cerebral Cortex) in ihrem Bandraum! Es ist immer wieder interessant in fremden Übungskellern! Das Konzert stieg am Donnerstag 27. August 1998 im A1 Musikbistro. Zum Glück hatten wir Reto als Chauffeur angeheuert, denn dieser Abend war ein mächtiger Absturz! Wir tranken schon vor dem Konzert eine Flasche Tequilla möchte aber nicht genauer ins Detail gehen…! Wir eröffneten unser Konzert mit dem Beastie Boys Latino Teil mit Choreographie und wir waren gut obwohl es nicht so ankam bei den Leuten. Waren ja auch alles Heavys…! Doch unsere Aufgabe als Vorband hatten wir erfüllt, denn bei Cerebral Cortex ging es ab! Es war ein riesen Fest! Leider wurde die Kasse geklaut und wir gingen leer aus! Wir alle, speziell Dänu wird wohl den Tag danach nie vergessen!? :

Im Herbst 1998 stiess Marc wieder zu garlic. Diesmal nicht als Gitarist sondern als Keyboarder. Wir kamen so dem SKA immer näher!

Die Zeit war reif für Kanada und aus diesem Grund und Ädus rundem Geburi veranstalteten wir die mittlerweile legendäre Halloween-Party im alten Coop Hinterkappelen am 31. Oktober 1998. Dieser Abend rockte! Weil Halloween war, hatten wir eine Kleidervorschrift! Anzug oder Verkleidung war obligatorisch! Es kamen recht viele Leute und die Stimmung war ausgelassen! Wir eröffneten unser Konzert wieder mit dem choreographischen Beastie Boys Teil und die Party ging voll ab! Wir spielten endlos lange und unsere "Fans" holten uns immer wieder auf die Bühne! Dieses Konzert war schon fast zu geil!! Leier, leider gibt's das alte Coop Hinterkappelen nicht mehr!

Am 5. November 1998 gingen Dänu und Chrigu für fast ein halbes Jahr nach Kanda und die Band würde auf Eis gelegt. In dieser Zeit übten Reto und Bimbu in unserem Bandraum, halfen Miete zahlen und machten brachialen Punk. Als wir im April 1999 wieder komplett waren ging es von neuem los. Marc war ja wieder mit dabei und wir bezogen das Keyboard immer mehr in unseren Sound ein.

Dass uns unsere "Fans" nicht vergessen, luden wir am Samstag 12 Juni 1999 zum Bandraumkonzert. Soundpark hiess die Session und unser Bandraum war gestossen voll!

Der Sommer war vorbei und da Dänu wieder für 4 Monate nach Kanada ging, wollten wir nochmals ein Konzert geben. Da Denise 20 wurde und ihr Bruder für sie am Samstag 4. Dezember 1999 eine Überraschungsparty schmiss, packten wir die Gelegenheit und spielten an diesem Fest. Die Party war in der Berner Altstadt in einem edlen Zunftsaal mit Kronleuchtern und Parkett. Das Konzert war gut und Denise hatte riesen Freude an dem Fest. Nur scheisse, das Smilie das Party-Defizit auf uns abwelzte…! Tztztz!

Nach diesem Konzert beschloss Ädu das Singen und Gitarre spielen aufzugeben und sich zwei MK's zu kaufen und als Band-DJ zu skratchen! Er wolle lieber im Hintergrund stehen und nicht den Frontmann-Job übernehmen, begründete er seinen Entscheid. Wir strukturierten die Band um und Marc spielte wieder Gitarre und sang. Als Dänu im Frühling 2000 wieder aus Kanada zurück kam, begannen wir neu zu viert. Marc Gitarre und Gesang, Dänu Bass und Gesang, Chrigu Drums und Ädu als DJ. Die Zeit verging und wir hatten einige neue Lieder geschrieben. Nur fehlte etwas, unser neuer Sound war zwar gut aber etwas fehlte! Wir übten wöchentlich und der Montagabend war für die Band reserviert.

Die Zeit verstrich ohne grosse Ereignisse bis wir im Herbst 2001 die grandiose Idee hatten Oli zu uns in die Band zu holen. Oli ging mit Dänu und Chrigu in die Schule und war schon zu Schulzeiten ein Sax-Genie! Oli lebte sich schnell in die Band ein und unsere Songs hatte er in Kürze im Griff! Das Sax tat unserer Band gut und unser Sound stieg an Qualität.

Im März 2002 machten wir nochmals ein Bandraumfest. Johanns fair-well Party der wieder zurück nach Kanada ging. Grillen, trinken, feiern und ein kleines Konzert war angesagt. Im kleinen Rahmen halt mit Freunden und Bekannten. Unser Gig war gut und Oli kam auch bei unseren "Fans" an.

Im Frühsommer 2002 kam uns noch eine weitere glorreiche Idee und wir holten Harry als Keyboarder zu uns. Chrigu ging mit Harry ins KV. Dirty Harry spielte früher als Keyboarder in einer Band. Jetzt hatten wir wieder eine Orgel, die ja fehlte seit Marc Gitarre spielte. So wuchs die Band und jetzt waren wir zu sechst. Es dauerte ein bisschen bis wir harmonierten aber dann rockten wir. Wir schrieben neue Songs und der Bandname garlic wich immer mehr dem Namen saychicken.

Nun kamen wir dem Ska immer näher. Wir schrieben tolle Songs und jamten vergnügt jedem Montag im Raum. Im Sommer 2003 gaben wir ein kleines, aber heftiges Konzert auf dem Gurnigel. Unsere Fans warteten ausgehungert auf unsere Show und der Abend war die Hölle! Die kleine, aber feine, Zuhöhrergemeinde gab alles und riss mitunter auch mal die Mik-Ständer um. Ja, das waren noch Zeiten.

Der nächste Höhepunkt eröffnete sich im Frühling 2004. Nun wollten wir Bern erobern und vor allem Gstigi beeindrucken. Dieser Neu-Basler aber Herz-Berner spielte, dem Hörensagen nach, gut Posaune und wir versuchten schon Jahre, ihn für uns zu begeistern. Da er aber eben in Basel lebte, musste dies warten bis zu seiner glorreichen Heimkehr nach Bern. Vorher wollte der feine Herr uns aber noch live hören. Also gaben wir im Cafe Kairo in Bern alles. Dieser Abend ging in die Geschichte ein, nicht nur in die von saychicken, sondern auch in die vom Kairo. Das Kairo war gestossen voll (beide Räume) und einige Fans mussten das Konzert gar von der Strasse aus verfolgen… Kurz es war der Hammer. Nur so am Rand, dieser Abend war der seit Jahren erfolgreichste im Kairo. Unsere Fans tranken die ganze Bar aus und es mussten gleich drei Barmaids nachgeordert werden.

Nach diesem Höhepunkt mussten wir uns etwas erholen, zudem entdeckte Harry seine griechische Seele und haute für den Sommer ab. Im Herbst 2004 ging es, jetzt mit Gstigi, wieder weiter. Nachdem er sich eingelebt hatte, gaben wir Vollgas und spielten im Frühling/Sommer 2005 gleich drei Konzerte. Das erste war in einem Club in einer Tiefgarage in Bern und dementsprechend, aber lassen wir das, lustig war's allemal. Das zweite Konzert fand im edlen Tell-Saal in Ostermundigen statt. Wir waren die Vorband von zwei hoffnungsvollen HipHöpstern. Wir rockten und tranken wie die Helden, doch da nur gerade unsere härtesten Kampf-Fans anreisten und die HipHöpster niemand hinter dem Herd vorlockten, war der Abend nicht mit dem Erfolg gekrönt, den die tollen Organisatoren verdient hätten. Schade. Schade. Lustig wars allemal, schon nur wegen unseren Perücken… Im Frühsommer lockte dann der Gurten. Leider reichte es nicht bis ganz aufs Festival (das kommt noch, keine Angst, wir werden die Zeltbühne rocken), doch wir spielten etwas unterhalb an einer Feier. Die Stimmung war ausgelassen und wir spielten, auch ohne Bass-Schöggeler Dan, tiptop. Ädu vertrat ihn derart gut, dass er mehr als nur ein bisschen Gefallen daran fand.

Nach dem Gurnigel-Konzert beschloss Ädeler seine Turntables zu verhökern und sich wieder seiner alten Liebe zu widmen. Nein nicht den Autos, sondern der Gitarre. Nun fiel der DJ-Part weg, dafür rocken wir seither mit zwei Klampfen. Auch schön, ab jetzt gab es sogar Solos!

Ins 2006 starteten wir gleich mit einem Kracher. Wir wurden aus unerfindlichen Gründen als Headliner (wir behaupten einfach, die letzte Band, die spielt, ist Headliner…) für Barked Noise in der Mühle Deisswil engagiert. Wir rockten gemeinsam mit den höchst löblichen „united to be famous“ und den brachialen „pesticide“. Alles in allem war es ein lustiger Abend. Allerdings merkten wir, dass wir langsam nicht mehr 20 Jahre alt sind. Deshalb überliessen wir unsere Zugabe der Newcomer-Kapelle „jack wins the day“. Diese rockten die Mühli so lange, bis bei der Gitarre eine Seite riss und kein Ersatz mehr gefunden werden konnte oder wollte…

Im März waren wir dann beim Abrissfest der Vogt-Schild in Solothurn engagiert. Obwohl, viel Abriss war nicht. Wir spielten vor meist müden Druckern und Grafikern. Eigentlich hätte das Gebäude nach dem Konzert abgebrochen werden sollen. Dies war auch der Grund, weshalb wir alles mit Spraydosen einfärbten. Nun ja, das Gebäude steht heute schon, weshalb nun halt vom Bahnhof aus sichtbar „saychicken“ in riesigen Buchstaben auf den Fenstern prangt. Egal, bezahlt wurden wir mit einem Banner, das uns seither an jedes Konzert begleitet. Damit fühlen wir uns wie so richtige Rockstars.

Nun gingen wir es etwas leiser an. Im Cronics Club spielten wir zum Jubiläum des Clubs eine kleine Unplugged Show. Nun ja, unser Set mit etwas Western-Romantik anzureichern, kam bei dem HipHop-lastigen Publikum nur sehr begrenzt an.

Im Sommer entdeckten wir dann unsere wohltätige Seite. Also spielten wir bei einem Benefizkonzert in Cham. Das war eigentlich ganz lustig. Wir hatten unseren Backstage-Bereich und die Teenies kreischten uns zu. War auch mal was Neues. Jedenfalls haben wir jede Menge T-Shirts vertickt und Gstigi hat sich in das Herz der Chamer Jugend gebeatboxt.

Im September verabschiedete sich Märcster für vier Monate nach Australien und Neuseeland. Davor schmissen wir in der Sportbar in Bern noch eine strube Abschiedsfete. Wir luden wieder unsere Freunde von „jack wins the day“ ein, die dem Publikum mächtig einheizten. Auch wir rockten angständig und es war toll, wieder einmal alle unsere Hardcore-Fans schwitzen zu sehen.

Nachdem Märcster im Februar 2007 mit einem herzlichen „kia ora“ wieder im Bandraum auftauchte, machten wir uns auf die Suche nach einem neuen DJ. Ziemlichen schnell waren wir von DJ Rese überzeugt. Dieser sympathische Bäckersohn hobelt sich seither zu unseren Hits die Finger wund.

Bevor Rese seine Feuertaufe bestehen musste, rockten wir im Sommer noch einmal den Gurnigel. Wie bereits beim letzten Mal, war es wieder ein wilder Abend. Nachdem nicht zu verachtenden „füsiker“ die anwesende Meute brachial zum Schwitzen brachten, holten wir noch einmal das letzte aus uns raus. Wieder wurde wild gefeiert, doch das Mikrofon riss diesmal niemand um.

Bekanntlich spielen wir ja nicht auf jeder „Hundsverlochete“, doch irgendwie überzeugte uns unser Drummer Chrigel „the wiggle“ dazu beim Weihnachtsfest der löblichen Postfinance zu spielen. Auch das war ganz lustig, vor allem weil der Chrigel für zwei Stunden zusagte, unser Set aber nur eine Stunde dauert. Also haben wir wieder unsere alte Schwäche hervorgezaubert und uns zwischen den Stücken um Kopf und Kragen gequasselt.

Da sind wir nun also. Jetzt ist erstmals Winterpause. Aber schon kündigt sich grosses an. Nächstes Jahr werden wir wieder das eine oder andere Konzert geben. Dan ist schon wild am planen und fabulieren.